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Presseartikel

(Ge)Würze des Lebens

Kräuter, Tee und Gewürze sind für Tobias und Lilla Stamm, Inhaber des gleichlautenden Marktstandes auf dem Sterkrader Wochenmarkt, die (Ge)Würze und Arbeit Ihres Lebens. In dritter Generation mischen und verkaufen sie unter anderem 180 Rohgwürze und über 200 Gewürzmischungen nach alten, traditionellen Familienrezepten.

"Das Salz in der Suppe" reicht nicht nur dem Hobbykoch alleine kaum bei der Zubereitung gesunder, schmackhafter gerichte. So kamen zum ursprünglichen Angebot von Pfeffer, Salz und Paprika im Laufe der Jahre immer mehr Gewürze dazu.

Angefangen hat alles im Jahre 1961, als Rosalinde Becker (deshalb noch heute der Name auf den Gewürztütchen: "Beckers Beste") zusammen mit ihrem Mann anfing, ein paar Tees und Gewürze auf dem Osterfelder Markt anzubieten.

Die Kriegwirren hatten das junge Ehepaar aus Thürigen über Bayern bis nach Oberhausen gespült. Der Lebensunterhalt musste verdient werden und so kam Rosalinde Becker auf die Idee, Gewürze und Mischungen nach alten Rezepten aus ihrer Heimat auf dem Markt zu verkaufen. Großen Zuspruch fanden auch ihre Tees; Hibiskus, Hagebutte und Pfefferminz waren bei den Bergleuten unter Tage sehr beliebt. Oma Becker lieferte auch den örtlichen Metzgern den Majoran zur Herstellung der großartigen Thüringer Leberwurst. Uns so nahm eine rasante Geschäftsentwicklung ihren Lauf.
Die Eltern von Tobias Stamm übernahmen das Geschäft 1980 von den Großeltern und 2010 übernahm die dritte Generation. Aus dem ursprünglichen Zwei-Mann-Betrieb wurde inzwischen ein Unternehmen mit 21 Angestellten.

Noch heute kommen fast alle Gewürze aus Thüringen direkt vom Erzeuger. "Wer sagt denn, dass Oregano aus Italien kommen muss?", fragt Tobiaas Stamm und erklärt: "Die aktuelle Ernte kommt aus den weiten Ebenen Thüringens direkt zur Produktionsstätte nach Buschhausen. Hier auf der Beeckstraße werden nach Omas Rezepten die vielseitigen Gewürzmischungen gezaubert, die schnell ein Essen zum Gaumenschmaus werden lassen."

Zu der riesigen Angebotspalette von fast 1.000 verschiedenen Artikeln gehören auch heimischer Honig, Bonbons, Gewürzmühlen, Reiben und fast 80 Arzneitees für so manches Wehwehchen. So gibt es beim Erwerb dieser freiverkäuflichen Arzneien eine fachmännische Gesundheitsberatung gratis dazu. Ob Brennesseltee oder Lakritzprodukte, die bei hohem Blutdruck nur mäßig verzehrt werden dürfen: beim Kauf wird jeder gerne kompetent beraten. Die zahlreichen Stammkunden danken es mit ihrer Treue.

"Im letzten Jahr gab es eine lustige Begebenheit" so erzählt Tobias Stamm. "Ein junger Mann bat um Drehgenehmigung für den Verkaufswagen. Er wollte einige Stationen und Gewohnheiten seiner Schwiegereltern auf einem Video festhalten. Es ging um ein Geschenk zur goldenen Hochzeit und dazu gehöre der seit 50 Jahren übliche Einkauf bei 'Kräuter-Tee-Gewürze Stamm'."

Quelle: Karin Mölter, Sterkrader Journal 15, März/April/Mai 2018, S. 20/21.

Oberhausenerin verkauft ausgefallene Pfeffersorten

Bei Gewürzhändlerin Lilla Stamm kommt es beimPfeffer auch mal auf die Optik an. Eine Mühle mit Keramik-Mahlwerk ist ein Muss.

Honig-Rum-Pfeffer, Knoblauch-Chillipfeffer, Zwiebelpfeffer und sogar Orangenpfeffer - solch außergewöhnliche Sorten hat die Gewürzhändlerin Lilla Stamm im Angebot. Auf den städtischen Wochennärkten verkauft sie ihre bunte Pfeffervielfalt, die aus dem Hause des Online-Gewürzhandels "Beckers Beste" stammt. Welcher Pfeffer für sie der Beste ist, kann sie allerdings nicht sagen. "Es kommt beim kochen und wüzen auf zu viele Dinge an, da kann man pauschal nicht den besten Pfeffer nennen." sagt sie.
Der etwas ausgefallene Orangenpfeffer beispielsweise passe am besten zu Geflügel, Fisch, Salaten, Steaks und Soßen - ein Allrounder also. Lilla Stamm betont, dass man gerade beim würzen eines Steaks immer erst nach dem Braten oder Grillen das Gewürz hinzufügen sollte. So komme es besser zur Geltung.

Bunter Pfeffer gut für Food-Blogger Für Freunde der mediterranen Küche könnte Knoblauch-Chili-Pfeffer interessant sein. Denn besonders für italienische Gerichte, denen man einen scharfen Geschmack verleihen möchte, eignet er sich laut der Expertin perfekt. Wer es gerne hat, wenn das Essen nicht nur gut schmeckt, aondern auch nett aussieht, der sollte zum bunten Pfeffer greifen. Die Mischung aus weißem, schwarzem und grünem Pfeffer sowie rosa Beeren vermag jedes Essensbild in sozialen Netzwerken wie Instagram ungemein aufzuwerten. Geschmacklich sei die Mischung sehr intensiv, aber nicht allzu scharf, meint Lilla Stamm.
Wichtig sei außerdem, dass der Pfeffer frisch gemahlen wird. Denn nur dann würden die ätherischen Öle ihre Aromen entfalten. Lilla Stamm empfiehlt eine Pfeffermühle mit Keramik-Mahlwerk. Und gerade für Pfeffer-Liebhaber, die ihre Pfeffermühle häufig mit verschiedenen Sorten befüllen, am besten eine Mühle mit verstellbarem Mahlwerk. "Pfefferkörner sind häufig verschieden groß und haben unterschiedliche Konsistenzen.", erklärt Stamm. "Wenn das Mahlwerk verstellbar ist reduziert man das Risiko, dass die Mühle kaputt geht oder verklebt."
Quelle: Jonathan Goeke, WAZ Oberhausen, 24. Juni 2019.

Duisburger Gewürzhändler: So deftig kocht der Norden

Gewürzexperte verrät, welche Vorlieben die Duisburger beim Salzkauf haben. So unterscheiden sich die Käufer im Norden und Süden voneinander.

Bei der Auswahl des richtigen Salzes für die heimische Küche sind die Geschmäcker der Duisburger ganz verschieden. In der Mitte und im Süden greift man gerne zum Himalaya-Salz, während man im Norden Meersalz bevorzugt. „Im Norden kocht man gerne deftig, da passt das Meersalz besser“, sagt Tobias Stamm. Er muss es wissen: Seit rund 20 Jahren verkauft er im Familienbetrieb „Beckers Beste“ Gewürze, Tee und Salz auf Duisburger Märkten.

22 verschiedene Salze bietet der 43-jährige Oberhausener an seinem Stand an. Darunter befindet sich neben Pökelsalz und Fleischzartmachersalz auch Himalaya-Salz. „Das schmeckt besonders mild“, sagt Stamm. Eine kräftigere Note haben hingegen die Meersalze, die Beckers Beste“ anbietet. Sie kommen aus verschiedenen Regionen, etwa aus Hawaii, Sardinien oder Portugal. Unterscheiden sie sich in Nuancen, haben sie doch eines gemein: Sie eignen sich etwa für Brat- und Grillgerichte. „Kräftige Salznoten sind bei deftigen Speisen ein Highlight“, sagt der gelernte Koch.

Junge Menschen kochen vegan und suchen dafür entsprechend würzige Salze

Und die Menschen aus dem Duisburger Norden mögen es eben deftig, ist sich Stamm sicher. Wieso das so ist, dazu hat er eine eigene Theorie. „Im Norden leben viele ehemalige Bergmannsfamilien“, sagt er. „Und die haben eben früher gerne besonders herzhaft gegessen“, ist er sich sicher. Das hätten die Duisburger aus dem Norden mit den Bayern gemein, sagt er. „Wir sind auch oft über die Grenzen des Ruhrgebiets hinaus unterwegs, etwa auf Messen. In Bayern kocht man auch noch traditionell deftig“, sagt er.

Junge Kunden schlagen eine ganz andere Richtung ein, wie er zu berichten weiß. „Viele ernähren sich sehr bewusst, vegetarisches Essen oder gar vegane Küche sind trendig.“ Studenten fragten speziell nach Salzen, die sich für diese Art des Kochens eignen: „Dann empfehle ich Salze, die eine besondere Würze verleihen, etwa das Kala-Namak aus Indien. Es hat einen würzigen, speckigen Geschmack“, sagt Stamm, der den Familienbetrieb in dritter Generation mit seiner Frau Lilla führt.
Quelle: Dennis Bechtel, WAZ Duisburg, 14. März 2020.